über die Erkenntnis des Großen Bildes

       
     
     
 
   
   
   
 
 

spirituelle Trance-Arbeit

 
   
  Das große Bild  
  der Halt in der Ideologie
 
 

 

 
 
 

Zitat aus

 

"Das große Bild gibt sich nicht als Bild zu erkennen: es ist. Oder genauer: du befindest dich darin." Antoine de Saint-Exupéry

 

Das Bewusstsein ist das Trennende. Das Unbewusstsein ist das Verbindende, das Allumfassende, das Ganze.
Durch das Getrenntsein erst ist das Erkennen möglich. Also ist im Unbewusstsein das Erkennen nicht möglich. Im Unbewusstsein „ist“ der Mensch. Oder er befindet sich darin.
Um zu Erkennen, muss der Mensch sich in das Getrennte begeben. Erkenntnis ist bewusste Wahrnehmung. Bewusstwerden ist somit gebunden an "Getrennt sein".

Zur Erkenntnis also braucht es einen Standpunkt, eine Distanz, von der aus erkannt werden kann.
Die Distanz kann eine räumliche oder zeitliche Dimension einnehmen.
In der räumlichen Distanz ist eine Erkenntnis dann möglich, wenn mann den eigenen Standpunkt verändert. Durch diesen "Perspektivenwechsel" erst ist Erkenntnis möglich. Mensch trennt sich von dem zu Erkennenden. Bewusstheit entsteht. Um das „große Bild“ als Bild erkennen zu können, bedürfte es aber eines Standpunktes, der „außerhalb von Allem“ liegt. Würde man also den Standpunkt „innerhalb“ verlassen können, so käme man nicht nur außerhalb des „großen Bildes“, sondern auch „außerhalb“ von sich selbst. - Dies führt zur Problematik, dass es dann auch niemand mehr gibt, der die Wahrnehmung des großen Bildes realisieren kann.
Auch eine zeitliche Distanz ermöglicht die Wahrnehmung des Geschehenen. Alles was vergangen ist, ist nur noch als Bild im Mensch. D.h. der Mensch trägt viele Bilder in sich. Wenn ich etwas bewusst wahrnehme, ist es schon vorbei und zeigt sich dem Mensch im Bild (der Erinnerung). Die Wahrnehmung ist dem Sein immer einen Moment zu spät. Um so mehr die Erkenntnis, d.h. die bewusste Wahrnehmung, da der Akt der Bewusstheit zeitlich noch nach der Wahrnehmung liegt. Dies trägt die Möglichkeit der Erkenntnis durch die Distanz der Zeit. Würde der Mensch in der zeitlichen Dimension aber aus dem „großen Bild“ heraustreten können, dann würde das große Bild vom Tode aus (nach dem Leben) nur wahrnehmbar sein. Und auch darüber konnte noch nie jemand berichten.


Das „große Bild“ gibt sich dem Menschen also nicht zu erkennen. Und gleichzeitig befindet er sich darin. Das Fremde daran ist wohl, dass es als "Bild" bezeichnet wird. Dies kann wiederum interpretiert werden durch die Erkenntnis, dass der Mensch die Realität immer als Bild wahrnimmt. Siehe die Interpretation über das Zitat von Hermann Hesse.

Für Trance-Arbeit schließe ich Erfahrungen an:

Die Trance-Arbeit ist eine Reise in die Unbewusstheit. Während dieser Reise können sich Bilder formen und zeigen. Diese Bilder wirken also trennend im Feld der Unbewusstheit und bringen dadurch "Erkenntnis". Indem sie gleichzeitig eine "Traumqualität" haben, gehen diese Bilder an der Zensur der Rationalität vorbei.

Diese Bilder während einer Trance können mit der selben Realitätszuordnung erfahren werden, mit der die Bilder der äußeren, mit anderen gemeinsamen und dadurch "mitteilbaren" Realität von unserem Gehirn aufgenommen werden. Dies wird immer wieder als Irritation erfahren und sie trainiert die Achtsamkeit im Wachzustand. Die Realitätszuordnung ist grundlegend wichtig für die Orientierung im Leben.

Also auch in der Trance könnte das große Bild nicht erkannt werden. Mensch kommt im und durch das Bewusstsein nicht außerhalb des großen Bildes. Berichten Menschen über die "Erfahrung" des Großen, dann beschreiben sie dennoch ein Bild. Die Erfahrung kann dabei so groß sein, so sehr in diesem Fascinosum erfahren werden, dass man die Illusion haben kann, es ist das große Bild. Aber da es ein Bild bleibt, auch in der Trance, kann es trotz aller Größe der Erfahrung nicht das Große Bild selbst sein.

Die Ahnung des Numinosen, die Ergriffenheit ........ all das ist wieder jenseits von allen Worten, von allem formbaren, so sehr an der Schwelle der Bewusstheit .................

Die Nüchternheit in diesem Zitat bindet den Erfahrenden wieder an die materielle alltägliche Realität und begegnet der Illusion, sich im Bild verlieren zu wollen.

Sich im Sein zu lassen.................................. ................ .....................

...das ist dann das Alltägliche Tun.

kann hierbei das Gedankengeplapper ...................... der Gelassenheit weichen, dann ist der Mensch der inneren Gesundheit nahe gekommen.