Zitate

       
     
     
 
   
   
   
 
 

spirituelle Trance-Arbeit

 
   
  Das große Bild  
 

Zitaten-Sammlung

C.G.Jung, Erich Neumann, Jon Kabat-Zin,

"Wer die Sphären des Inneren Landes kennen lernen möchte, um selbst der anderen Wirklichkeit zu begegnen, kann Techniken aus Büchern erlernen oder sich erfahrenen Lehrern anvertrauen. In einer Gruppe ist es oft leichter, die Reise zu beginnen, vor allem aber sollten wir in die ferneren Regionen der Seele nicht alleine aufbrechen, weil alte Ängste den Blick trüben können. Die akustisch induzierte Trance ist ein sicherer Weg, aber es beruhigt, wenn wir Menschen an unserer Seite wissen, die ihn schon oft gegangen sind. "............

E.Neumann . Ursprungsgeschichte des Bewusstseins,

Vom Schatten zum Licht

Jungs psychologisch-philosophische Terminologie ist dabei hilfreich, die Wirkung schamanischer Phänomene auf die Psyche zu beschreiben. Während das kollektive Unbewusste aus den „dunklen Tiefen der Erde“ geboren wird, bricht der Heilungsprozess durch den schamanischen Prozess durch. Das heißt, die Welt der Geisterwesen, mit der man während des Reisens in Kontakt kommt, ist nichts anderes als die Landschaft des kollektiven Unbewussten, die durch die Freisetzung von archetypischer Energie, die lange Zeit in der Psyche des Reisenden gebunden war, erhellt wird.

E.Neumann, Ursprungsgeschichte des Bewusstseins.

 

"Die Vorstellung einer kollektiven Beteiligung von allem an allem steht dem ganzheitlichen Konzept nahe, dass alles im Leben miteinander verbunden ist. Die subjektive Erfahrung, dass der Mensch sich in eine andere Bewusstseinsdimension außerhalb des persönlichen Selbst begeben, dass die Seele im Netz der Verbindungslinien zu parallelen Wirklichkeiten reisen kann, liegt nach Auffassung der transpersonalen Psychologie, der Jungianer und Generationen von Mystikern im Bereich des Möglichen."

E.Neumann, Ursprungsgeschichte des Bewusstseins.

 

 

„Meditation ist ein Abenteuer. Es geht darum, herauszufinden, wer man eigentlich ist. Es geht um Dimensionen und Werte in meinem Leben – nicht um Ziele oder darum, wohin es einen bringt. Es gibt kein dort’ – es gibt nur hier’.“
Jon Kabat-Zinn, Meditation für Neugierige und Ungeduldige

 

 

Rabindranath Tagore
Sadhana – der Weg zum wahren Leben:

„Wenn der Mensch sich seiner Wesensverwandtschaft mit der Welt nicht bewusst ist, lebt er in einem Gefängnis, dessen Mauern ihm zuwider sind. Wenn er aber dem ewigen Geist in allen Gegenständen begegnet, dann ist er in Freiheit gesetzt, denn dann erst entdeckt er den vollen Sinn der Welt, in die er hinein geboren wurde, dann findet er sich selbst, wie er in voller Wahrheit ist, und sein Einklang mit dem All ist hergestellt."

 

..........die Fähigkeit des Körpers, Bewusstseinszustände zu verändern, ist nicht nur eine Fähigkeit, sondern eben auch ein Bedürfnis, das durch eine „grobe“, d.h. geistig nicht- stimulierende Sinnlichkeit nicht befriedigt werden kann. Es ist ein ganzheitliches religiöses Bedürfnis, das in unserer westlichen Kultur zu kurz kommt und unterdrückt bzw. tabuisiert wird. Drogen importieren ein erhöhtes, ekstatisches Lebensgefühl. Sie täuschen über eine seelisch verarmte Alltagswirklichkeit hinweg, in der darüber hinaus die Spuren eines zerstörerischen, weil Kontakt-entfremdeten Verhaltens gegenüber der Umwelt immer mehr zu Tage tritt.
Bedeutet Ekstase also nicht Kontrollverlust, sondern Kontaktgewinn ?

Wenn Religion die Funktion hat, sich zurückzuziehen auf das, was nährt, so ist es angesagt, auch in unseren Breitengraden wieder das Experiment der unvoreingenommenen Wahrnehmung, - das Nehmen und Annehmen von Wahrheit – zu wagen. Eine solche Wahrnehmung überschreitet die Ich-Identität, ohne diese auszuschalten und schließt die Umwelt mit ein: die sichtbare wie die unsichtbare. ..."
S. 15
Ekstase, Besessenheit, Dämonen
Felicitas D. Goodman, 1991

".........Ich nenne es das Innere Land, weil wir dorthin reisen können, wenn wir uns von den Sinneseindrücken der äußeren Wirklichkeit für eine gewisse Zeit lösen können.
Es mag uns zunächst als eine Welt der Phantasie erscheinen, weil seine Formen so leicht veränderbar sind, aber wenn wir es häufiger betreten, werden wir sehen, dass sich seine Strukturen immer klarer abzeichnen.

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weil es das Geheimnis des Todes und des Lebens berührt, mag auf den ersten Blick vielleicht der Gedanke entstehen, es ginge um Fragen des Glaubens. ...........aber dieser erste Eindruck wäre nicht richtig, denn die Forschungsreisen ins Innere Land sind eine Sache der Erfahrung.
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...von den Landschaften der Seele spricht, ist es in einer Sprache gehalten, die sich in Bildern bewegt. ............denn farbige Zeichnungen sind die Ausdrucksformen der Seele, ...........

........tiefer in die Welt jenseits des Wachbewusstseins vorzudringen, ohne den Kontakt zu unserer Wirklichkeit zu verlieren.
Wer die Reisewege der Seele erkunden will, braucht einen klaren Verstand, rationale Schärfe und gleichzeitig völlige Offenheit für die wechselnden Bilder anderer Dimensionen des Bewusstseins.

Wer nur dem klaren Verstand folgt und keine Offenheit zulässt, ist wie ein Wanderer, der die Grenzen seines Landes befestigt und gleichzeitig bestreitet, dass jenseits der Grenze ein anderes Land existiert.
Wer die Offenheit pflegt, aber den kritischen Geist ablehnt, ist wie ein Tagträumer, der sich den inneren Bildern überlässt und bestreitet, dass die äußere Realität Bedeutung hat.

Die Vernunft, wie wir sie im Alltag nutzen, um unserem Weg Sicherheit zu geben, ist ein trügerisches Mittel in den Räumen der Seele. ...

- Denn die Seele braucht den Mut der „Unvernunft“, den Mut, sich von dem Bekannten Gebiet abzuwenden. Hin zu den Feldern, die in der Dunkelheit liegen.
Vernunft ist in diesem Zusammenhang zu oft nur die Summe vieler Voreingenommenheiten und Kurzsichtigkeiten. - (selber)

...........so sind alle Methoden, die das Bewusstsein beflügeln, vielleicht nur Mittel, einen Ausgang in parallele Räume der Wirklichkeit zu finden. Indem das Bewusstsein nach innen geht, sich vollständig von den Einflüssen der Sinne zurückzieht, zerreißt es den Vorhang und verlässt das Gefängnis der alltäglichen Wahrnehmung."

Das innere Land

 

Sabine Rittner: http://www.sabinerittner.de/trance/

"Die Fähigkeit des Menschen, in Trancezuständen andere Dimensionen der Wirklichkeit erfahren zu können, wird von Heilkundigen und Schamanen seit Jahrtausenden im rituellen Kontext für diagnostische, therapeutische und spirituelle Zwecke genutzt, wobei Heilung und Spiritualität im allgemeinen untrennbar miteinander verwoben sind. Dieses wertvolle Potenzial, das im Körper jedes Menschen biologisch verankert ist, ist in unserer heutigen sog. Zivilisation häufig verkümmert oder wird in destruktiver Form ausgelebt (z.B. in Form von Geschwindigkeitsrausch, Drogenmißbrauch, Überstimulation durch Lärm, gefährlichen "Fun"-Sportarten, etc.). Meist fehlen uns die kulturell verankterten gemeinschaftlichen Räume, um veränderte Bewußtseinszustände in einem förderlichen Kontext kennenzulernen, so daß wir das Erfahrene für uns selbst konstruktiv nutzen und in den Alltag integrieren können."