über Trance

       
     
     
 
   
   
   
 
 

spirituelle Trance-Arbeit

 
   
  Das große Bild  
  der Halt in der Ideologie
 
 

 

 
 
 

 

 
 

Trance - innere Wahrnehmung

Trance bedeutet einen Zustand, in dem man sich vollständig nach innen richtet. Diese "Innere Wahrnehmung": Gefühle, Erinnerungen, innere Bilder, Vorstellungen, Eindrücke füllen den Raum auch in unserem Alltag, allein wir schenken ihnen nicht diese Aufmerksamkeit. In Alltagssituationen gibt es aber immer wieder Momente, die einer Selbsthypnose oder einem leichten Trance-Zustand gleich sind. Jeder Mensch erfährt sie in seiner Kindheit: Versunken im Spiel, und die Umgebung wird vollständig vergessen. Als erwachsener Mensch hat man diese Momente wohl noch beim "Dösen" vor dem Einschlafen, oder bei einem langen Spaziergang alleine, wenn der "Raum" im Kopf plötzlich von unerwarteten Ideen gefüllt wird. Das kann man als natürlichen Trancezustände bezeichnen. Es ist also im Prinzip ein "bekannter" Zustand aus dem Alltag, dem man auf dem Weg der Trance begegnet.

In der vertieften Trance können sehr erstaunliche Effekte entstehen. Die "Räume" im Kopf werden "unendlich" groß. Diese Grenzenlosigkeit beeindruckt. Neurologen haben herausgefunden, dass sich die Aktivitäten in unserem Gehirn während einer Trance deutlich verändern. Menschen erzählen, dass sich in diesem Zustand das Denken und Fühlen verändert. Je mehr es gelingt, sich tiefer in diese Trance fallen zu lassen, desto weitgehender und auch desto radikaler ist die Veränderung unserer vertrauten Wahrnehmungsmuster. Sichtweisen, emotionale Reaktionen und geistige Automatismen, die oft eine Veränderung immer wieder blockieren, die unsere Bemühungen um neue Verhaltensweisen unterlaufen, werden in einer Trance angetastet und umgestaltet. Die Transformationskraft durch Trance ist groß.

Welche Erklärungskonzepte gibt es ?

Im wachen Zustand wird der Mensch von geistigen Mechanismen beherrscht, die auf die alltäglichen Anforderungen der Außenwelt eine meist funktionale Antwort haben. Sie haben sich in der Auseinandersetzung mit unserem Alltag und unserer Umwelt bewährt, haben sich in ihrem Automatismus eingeschliffen, sind zum Schema geworden. Wir „kennen“ unsere Familie, wir „kennen“ unsere Freunde, wir wissen die Antworten und oft auch die Lösungen, auch wenn sie manchmal zu keinen befriedigenden Ergebnissen führen. D.h. auch, dass unser Gehirn effizient darauf reagiert, und unser "neuronales Netzwerk" innerhalb der bekannten "Neuronenautobahnen" aktiv ist.

 

 

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Unsere geistigen Mechanismen, die Art und Weise, wie wir denken, in welchen „Feldern“ wir denken, sind hoch selektiv. Sie blenden sehr viele Aspekte aus, die keinen unmittelbaren Nutzen für die Problemlösung haben. Unser Gehirn arbeitet effizient. „Unwichtiges" oder "Irrwege“ werden bei einer Problemlösungssuche meistens nicht mal „gedacht“.

In der Trance dominieren die geistigen Prozesse, die „Reisen“ in unsere Innenwelt ermöglichen, das heisst, es werden Erfahrungen möglich, die in ihrer Realitätsnähe sehr oft verblüffen. In Bildersprache gesprochen: Je mehr Erfahrung der Teilnehmer in einer Trance hat, desto öfter werden im Gehirn nicht mehr nur die bekannten Neuronenautobahnen aktiv, sondern plötzlich wird vom bekannten Weg abgebogen und ein unbekanntes Gebiet aktiv. Dieses Bild kann man sich als Grundlage vorstellen, wenn es darum geht, zu beschreiben, welche Wirkung dieser Trance-Zustand hat.

Der Trancende kommt wieder „zurück“ und findet sich liegend in einem ihm bekannten Raum wieder. Aus der Innenwelt hat er fremde, ungewohnte Erfahrungen mitgebracht. Es ist immer wieder verblüffend, wieviel „eigene“ Realität diese Erfahrungen für den Trancenden besitzen, wie sehr sie das gesamte Weltbild verändern können. Aber auch diese Gedanken-Prozesse sind selektiv, denn die Schemata des Alltagsbewusstsein werden weitgehend deaktiviert. Die Energie des Bewusstseins wird nach innen gelenkt, die Aufmerksamkeit wird der Umwelt entzogen.

 

Trance und Widerspruch, Paradoxe und ....................

Tranceerfahrung und Alltagsbewusstsein bilden eine widersprüchliche Einheit. Der Widerspruch besteht darin, dass in den beiden Zustände einander ausschließende Schemata aktiviert werden. Zugleich sind diese Zustände unlösbar miteinander verbunden, weil sie sich gleichermaßen auf die Ganzheit des menschlichen Daseins beziehen. Diese Dialektik bedeutet, dass das Spannungsfeld zwischen Trance und Normalbewusstsein zur Veränderung drängt. Der Widerspruch in der Einheit ist der Motor der Transformation.

"Der Geister sind viele, helle und finstere. Man darf sich daher der Einsicht nicht verschließen, dass auch der Geist nichts Absolutes, sondern etwas Relatives ist, welches der Ergänzung und der Vervollständigung durch das Leben bedarf. " (C.G.Jung)

 

Und dann ?

Der Mensch neigt dazu, eine Realität als die einzige zu wählen. Die Erfahrung der Innenwelt, die mit der Aussenwelt nicht vergleichbar ist, und zusätzlich auch nicht mit der eigenen Wunschvorstellung übereinstimmt, diese Erfahrung drängt dazu, unterschiedliche Wirklichkeiten zu hantieren.
Die Wahrnehmungen in einer Trance sind sehr besonders. Die Erlebnisse haben einen Charakter der eigenen Realität. Um diese Realität existieren sehr viele Mythen. Schamanen hatten dieses Wissen von der Existenz der Geister, sie formten Legenden darüber. Manche Menschen leben nach entsprechenden Erfahrungen in der Überzeugung, mit den Wesenheiten von Pflanzen und Tiere kommunizieren zu können. Unsere kollektiven Mythen werden in diesen Trancen lebendig.

Diese Erfahrungen sind nicht "objektivierbar", und somit nicht zu beweisen. Sie sind jedoch hoch wirksam für den Menschen und beeinflussen seinen Lebensweg.

"Jede Wurzel in der Erde muß ihren Weg um einen Stein herum finden. Sie kann die falsche Richtung einschlagen. Sobald wir uns mit dem Gedanken des Wachstums und der Entwicklung auseinandersetzen, sind wir mit der Irrationalität der Natur konfrontiert. Jeder Rationalist hasst das, denn bei ihm müssen die Dinge sicher sein: „Keine Risiken, bitte.“" (C.G.Jung)

 

Kontrollverlust und Schutz

Es ist diese Irrationalität, die die Innenwelt-Reisen so unberechenbar erscheinen lassen. Trance bedeutet Kontroll-Verlust, und die Erwartung bekommt Nahrung, dass durch diesen Kontrollverlust die Katastrophe ausbricht. Das Chaos wird als grenzenlos erwartet; wie kann es möglich sein, sich in diesen Welten zurecht zu finden, wo nichts mehr die eigene Welt begrenzt.

Allein: jeden Abend erfährt der Mensch diesen Kontrollverlust. Jeden Abend braucht der Körper die Ruhe der Nacht, das Bewusstsein schaltet sich ab, der Schlaf und die Geister des Schlafes übernehmen. Und jeden Morgen wacht der Mensch am nächsten gestärkt wieder auf. Er kommt "zu" sich. In der Trance wirkt ein Mechanismus, der durch diese schlafähnliche Situation diesen Selbstschutz organisiert.

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"Das, was für die Einzelne in der Erfahrung einer Trance geschieht und warum dieses Erleben möglich ist, das ist durch keine Untersuchung zu beweisen". Dr. F. D. Goodman, Trance durch rituelle Körperhaltungen.

Ich selbst glaube, dass ein Mensch über Selbstheilungskräfte verfügt. Und dass diese Selbstheilungskräfte hoch wirksam sein können. Ich verstehe meine Arbeit als sehr wirksam innerhalb von Präventionsaktivität zur Erhaltung der Gesundheit. Kann ich meine inneren Energien so erspüren, kann ich meinen Zugang zu "mir selbst" so verbessern, dass ich selbst erspüre, was ich entscheiden muss, um mein Leben so zu gestalten, dass es mir Gesundheit ermöglicht. Bei somatischen Erkrankungen ersetzt sie NICHT die wichtige medizinische Behandlung eines Arztes. Bei einer psycho-pathologischen Erkrankung ist Trance-Arbeit kontra-indiziert.

 

 

 
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