Wandlung durch Traum

       
     
     
 
   
   
   
 
 

spirituelle Trance-Arbeit

 
   
  Das große Bild  
  der Halt in der Ideologie
 
 

 

 
 
 
 

 

Wandlung durch Traum

Die innere Welt, wie sie sich in Träumen und anderen unmittelbaren, intuitiven Erfahrungen widerspiegelt, ist ursprünglicher als die äußere Realität. Die Möglichkeiten für eine Wandlung, Sinnfindung und für das seelische Wachstum liegen in der Innenwelt.

Strephon K. Williams, Durch Traumarbeit zum eigenen Selbst

 

 
 

Gemälde: Ria.Enschede

Größe: 70 x 90 cm

 

 

"Der Traum veranlasst, wenn er verstanden wird, eine Veränderung der Bewusstseinsorientierung, führt aber außerdem zu einer Umstimmung des Bewusstseins und der Persönlichkeit. Diese Umstimmung äußert sich in einer Veränderung der Gesamthaltung, z.B. darin, dass man nach dem Schlaf frisch, belebt, tatenlustig oder abgezogen und verstimmt, traurig oder gereizt aufwacht. Es zeigt sich aber auch, dass sich die Inhalte des Bewusstseins dadurch, dass sie emotional anders geladen sind, verändern. Bis dahin lustlose Inhalte erscheinen plötzlich als lustvoll, damit aber auch inhaltlich anders; Anziehendes wird als gleichgültig, Begehrtes als abstoßend, Unerreichbares als Aufgabe erfahren, usw. ..."

"Diese Umstimmung und Um-Emotionalisierung ist bisher von der Tiefenpsychologie viel zu sehr vernachlässigt worden, weil die Erforschung der inhaltlichen Komponenten unser Interesse gefangen nahm. Die inhaltliche Deutung eines Traumes erklärt aber keineswegs voll seinen Umstimmungscharakter. Auf die Wichtigkeit der emotionalen Komponente für die Traumdeutung und Therapie sei hier nur hingewiesen. "

Quelle: Erich Neumann, Ursprungsgeschichte des Bewusstseins


 
 

 

In diesen drei Zitaten wird das Transformationpotential des Traumes beschrieben, und hierdurch dem Traum mehr Wirkweise zugetraut, als es hier im modernen Westen gewusst wird. Sigmund Freud hat für die Psychologie das Unbewusste entdeckt. Seine Idee, dem Traum eine Interpretation überzustülpen, wirkt bis heute nach.

In Trance-Reisen ist der Wunsch und die Erwartung an erster Stelle, dass "es" passiert, dass der Traum kommt. Freud erfand die Methode der freien Assoziation, um Träume zu deuten und sie einer Geschichte zuzuordnen. Während einer Trance-Reise bewirkt die Aneinanderreihung verschiedener Rythmen und Töne eine Aktivität in unserem Gehirn, die eine vergleichbare freie Assoziation im Formlosen, d.h. im Geist, in unserer Gedankenwelt, auslöst. Diese Aktivität bildet dann die Grundlage der Trance-Träume, Bilder, "Erfahrungen anderer Realitäten", dies ist der Moment, in dem der Trancende seinem Traum begegnet.

Aber auch wenn diese Aktivität im Formlosen bleibt, behält sie ihre Wirkung. Allein, es kann nichts in Sprache umgesetzt werden. Das "Verstehen" dieser Erfahrungen ist anfangs sehr mühevoll, - denn es war nichts fassbares in dieser Zeit. Nur das "Unfassbare". Der Wunsch des Menschen ist dann wohl groß, diese formlose Erfahrung wieder in eine Form zu pressen, also wenigstens Bilder, oder Visionen zuzufügen. Es dauert ein paar Trance-Reisen, bis diesen tiefen Erfahrungen der Wert zuerkannt wird, den sie für den Menschen haben. Sie geben ihre Energie in der Zeit danach in das Bewusstsein, und wirken sanft verändernd. Die Achtsamkeit, die diese Erfahrungen erfragen, wirkt in den Alltag mit hinein.

 

 
 
 

Künstler, Musiker - alle diese begabten schöpferischen Menschen finden in diesen formlosen Welten ihre Impulse. Sie sind mit dieser Gabe verwöhnt, und erspüren die Kraft der Formlosigkeit, bringen sie in die Welt und geben ihr eine Form in ihrem künstlerischen Schaffen.