das Geheimnis der Heilung

       
     
     

Zitat aus

www.zitate-aphorismen.de

"Es gibt Leiden, von denen man die Menschen nicht heilen sollte, weil sie der einzige Schutz gegen weit ernstere sind." Marcel Proust

Das Grundsätzliche für den Menschen aus einer Perspektive von Energien und Kräften ist die Ausgeglichenheit zwischen den Zuständen der Stabilität im Leben und der Flexibilität, um sich Veränderungen anpassen zu können. Ohne eine Stabilität – dies kann auch eine „relative“ Stabilität sein, kann der Mensch sein Leben nicht leben. Ohne Flexibilität kann der Mensch sich nicht anpassen. Denn Leben selbst heißt Veränderung. Stabilität meint hier nicht nur den starken stabilen Menschen, sie meint einfach eine Balance von Kräften, die ausgeglichen sind.
Als Beispiel: ist jemand in seinem Lebensmuster hilflos, so kann die Hilflosigkeit zur Stabilität werden, wenn sie in einem sozialen System aufgehoben ist, d.h. wenn auch helfende Kräfte (von anderen) anwesend sind.
Als Beispiel die Grippe: sie zwingt zur Bettruhe, sie zwingt zur Pause. Die Balance der Kräfte ist nicht mehr vorhanden, das Immunsystem ist schwächer als die angreifenden Viren. Die Heilung liegt dann in der Notwendigkeit, das Immunsystem wieder zu stärken. Der Mensch muss ruhen, um wieder zu Kräften zu kommen.

Krankheit kann also auch beschrieben werden als der Zustand, indem der Mensch außerhalb seiner individuellen Balance gerät. Die Reaktion von „krank“ ist zunächst eine weitere Destabilisierung, die den Menschen zu einer Veränderung zwingt, d.h. zu einer Anerkennung der Disbalance. Die Krankheit fordert solange eine Veränderung, bis die Balance der Kräfte wieder hergestellt ist, eine Stabilität erreicht ist.

Bezogen auf das Zitat bedeutet das: Hat die Krankheit selbst eine Funktion der Stabilisierung, so tut man dem Kranken zunächst nicht wirklich gut, wenn man diese Funktion ignoriert. Würde man ihn dann heilen (insofern dies dann überhaupt möglich ist), so stürzt man ihn durch die Heilung in eine Instabile Situation. Es bräuchte eine alternative Bewegung durch einen anderen Mechanismus, die Kräfte, die zur Krankheit führten, wieder in eine Balance zu bringen. Solange es also keine alternative Bewegung zur Stabilität gibt, beschützt die gewählte Krankheit den Menschen.

Hier gibt es die Ideen innerhalb der psycho-somatischen Hypothesen, dass der unbewusste Zusammenhang von Krankheit und Funktion innerhalb der individuellen Lebensumstände durch psychotherapeutsiche Arbeit bewusst gemacht werden kann, und diese Bewusstmachung eine Heilung ermöglicht.

Aus der Sicht der transpersonalen Psychologie können diese Kräfte nicht nur aus dem individuellen Unbewussten hervor kommen, und somit das Resultat von unbewussten destruktiven Problemlösungs-Strategien sein, sondern auch aus einem kollektiven unbewussten Feld – und hier liegt die Besonderheit, dass sich das Individuum in einer wirklich ohnmächtigen Situation befindet. Die Krankheit bedeutet dann das geringere Übel, als Schutz gegen noch größere destruktive Kräfte.

Paradox ist dann wohl, dass die Quelle der destruktiven Kräfte und die Quelle der heilenden Kräfte die Gleiche ist.


Meine Hypothese ist, dass Geistheilungen in dieses Gebiet eingeordnet werden können. Es ist wohl auffallend, dass die Erzählungen von medizinisch unerklärlichen Heilungsphänomenen immer den Zustand einer tiefen Andacht, ( = veränderter Bewusstseinszustand) als zentrale Erfahrungsebene haben. Das tiefe Gebet, die unerklärliche Kraft der Visualisation, ….. .

Empfehlenswert ist die Dokumentation (lief auf 3sat am Sonntag, den 30.1.2011). Der Film kann über diesen link gefunden werden: www.das-geheimnis-der-heilung.de


Kann Trance-Arbeit heilen ?


Ich denke: Nein. Ich bin kein Illusionist und Träumer, und ich glaube nicht daran, dass es so einfach ist, diese heilende Kräfte zu "manipulieren". Die Erkenntnis liegt ja genau in der Akzeptanz, dass diese Kräfte vom Individuum nicht zu beherrschen sind, sondern, es sind diese Kräfte, die das Individuum beherrschen.

Ich denke: Ja: Denn veränderte Bewusstseinszuständen machen es wohl möglich, die inneren Welten, die inneren Felder und die inneren Kräfte kennen zu lernen. Die Ohnmacht gegenüber diesen Kräften bleibt. Die Akzeptanz der Ohnmacht verringert den Kampf, den Widerstand dagegen, und dadurch wird Energie frei. Und diese Energie nährt die Kraft, die die Selbstheilung stützt.

Wie alles wirklich ineinander greift, miteinander verbunden ist und dadurch wirkt, liegt im Feld des Nichtwissens.

 

 

 

   
   
   
 
 

spirituelle Trance-Arbeit

 
   
  Das große Bild  
  der Halt in der Ideologie