der Halt in der Ideologie

       
     
     
 
   
   
   
 
 

spirituelle Trance-Arbeit

 
   
  Das große Bild  
  der Halt in der Ideologie
 
 

 

 
 

Zitat aus

www.zitate-aphorismen.de

"Alle Ideologien, ob religiöse oder politische, sind idiotisch, denn es ist das begriffliche Denken, das begriffliche Wort, das die Menschen auf so unglückliche Weise gespalten hat."

Krishnamurti: Du bist die Welt, Neuausgabe Frankfurt am Main: Fischer, 2006, S. 7

 

 

Das begriffliche Wort ist das abstrakte Wort, das den Menschen von dem Sein entfremdet.
Durch dieses begriffliche Denken ist es dem Menschen möglich, so sehr auf Distanz zu dem Wesentlichen der Dinge zu gehen, dass er die Verbindung zur Welt nur noch über diese Distanz erfährt.
Krishnamurti bewertet in seinem Zitat diese „Fertigkeit“ als unglücklich. Doch jede Münze hat zwei Seiten, die Fähigkeit, die Meta-Ebene in potentieller Freiheit zu gestalten, ist überhaupt die Voraussetzung zur Bewusstheit.

Erst wenn der Mensch die Bewusstheit „über das Dingliche“ erreicht hat, und erst dann über die Bewusstheit hinaus die Begrifflichkeit (die Anhaftung an den Gedanken) überwindet, also transzendiert, …...............dann verwirklicht sich das Wesen des Inneren Wissens.
Ohne diese Bewegung bleibt der Mensch in der Naivität. Er weiß dann den direkten Zugang zu den Dingen noch (so wie die Kinder noch naiv die Welt mit allen Sinnen erfahren können), die Entwicklung des Bewusstseins hat uns jedoch „aus dem Paradies“ geworfen, der „Apfel der Erkenntnis“ durfte gefunden werden. Und nur wer die Sünde kennt, kann die Aufgabe übernehmen, zu versuchen, ohne sie zu leben.
Das Nicht-kennen ist die Naivität. Und in der Bewegung der Erkenntnis liegt die Gefahr der Verirrung. Zur Erkenntnis muss ich wahrnehmen. Denn die Bewusstheit selbst kann den Menschen hier in die Irre führen. Er denkt, „es zu wissen“, und es ist so schwer, zu erkennen, dass man in der Begrifflichkeit des Denkens verharrt, (in der eigenen persönlichen Ideologie) und somit der Erfahrung des Wesentlichen ausweicht. Dann denkt der Mensch es zu wissen, aber in Wirklichkeit weiß er es nicht. Er hatte noch keine Gelegenheit, „es“ zu erfahren.

Die Ideologie also versperrt den Weg. Hier kann nicht nur eine religiöse oder politische Ideologie als Beispiel dienen, sondern auch die Alltägliche, die jeder Mensch mit sich herum trägt. Die Idee..... des Lebens. Die Erklärungen und kleinen Interpretationen des Alltags.
Die Ideologie ist dabei ein kleiner, aber wirksamer Seitenweg, der dem Suchenden Halt gibt. Allein, mit Ideologie bleibt der Mensch in der Anhaftung des begrifflichen Denkens, und durch diese Anhaftung kann er die Abspaltung zum Wesen der Welt um ihn herum nicht überwinden.

Die alltägliche Ideologie findet sich dabei überall. Die innere Überzeugung von: so muss das Leben gestaltet werden,..........die Ideale.....; Der Mensch kann alles um sich herum in seine Ideologie einbauen. Sich davon zu "befreien", das ist spirituelle Arbeit - tägliche spirituelle Arbeit.